Fachtagung 2017 'Gewalt in engen sozialen Beziehungen im Kontext Migration'

Akteure

 

Wenn die neue Heimat zur Hölle wird

Fachtagung: „Gewalt in engen sozialen Beziehungen im Kontext Migration“ war gut besucht

Andernach/Kreis MYK. Das Recht auf ein Leben ohne Gewalt und den Anspruch auf effektiven Schutz vor Gewalt haben Menschen ohne und mit Migrationshintergrund gleichermaßen. Viele Betroffene, die als Zugewanderte nach Deutschland kommen, wissen jedoch nicht, wo sie sich Hilfe holen können.

So  wurde das Thema häusliche Gewalt für die Ehrenamtlichen der Flüchtlings- und Integrationsarbeit aus dem besonderen Blickwinkel „Migration“ beleuchtet, da sie oftmals die ersten Ansprechpartner sind, wenn es zu Krisen in den Familien von Zugewanderten kommt.  Burkhard Nauroth, der Erste Kreisbeigeordnete im Landkreis Mayen-Koblenz, konnte am vergangenen Samstag mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Räumen der Unfallkasse Andernach begrüßen.

„Häusliche Gewalt findet mitten in der Gesellschaft statt, unabhängig von Bildung, Alter, Herkunft und sozialem Status. So weise die polizeiliche Kriminalstatistik von Rheinland-Pfalz im Jahr 2016 insgesamt 10.164 Straftaten mit Gewalt in engen sozialen Beziehungen aus“, zitiert Nauroth aus einem aktuellen Bericht einer regionalen Tageszeitung.

„Die Verhinderung von Gewalt in engen sozialen Beziehungen, in Familie und Partnerschaft, ist nach wie vor für uns alle eine große Herausforderung“, betonte Dr. Heike Jung (Leiterin der Abteilung Frauen im Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz).  „Auch wenn häusliche Gewalt eigentlich längst kein Tabuthema mehr ist, fürchten sich noch zahlreiche Betroffene, rechtzeitig notwendige Schritte einzuleiten. Oftmals leiden sie jahrelange Qualen, bevor sie sich jemandem mitteilen und damit endlich ihr Martyrium beenden“, so Jung.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Vorträge mit anschließender Diskussion. Christine Grundmann von der Interventionsstelle des SKF Koblenz ging dabei insbesondere auf die Formen und Folgen von geschlechtsspezifischer Gewalt ein, während Anja Waffenschmidt vom Kinderschutzdienst Koblenz unter dem Motto „Zwischen den Stühlen“ die Gewalterfahrung von Kindern beleuchtete. „Häusliche Gewalt gegen Frauen ist gleichzeitig psychische Gewalt gegen Kinder“, so die Referentin. „Das bloße Miterleben von Gewalt wirke traumatisierend und könne gravierende Folgen für das Wohlergehen und die Entwicklung der Kinder haben“, betont Waffenschmidt. In dem Filmbeitrag „Wutmann“ von Anita Killi wurde die scheinbar ausweglose Situation aus Sicht eines Kindes anschaulich dargestellt. Der kurze Film zeigt aus der Perspektive des sechsjährigen Boj, wie schlimm es für ein Kind ist, wenn der Vater die Mutter schlägt. Eines Tages hält Boj es nicht mehr zu Hause aus und entdeckt, dass es draußen viele gibt, die ihm helfen wollen und manche, die es können.

Zur tiefergehenden Beschäftigung mit einem Einzelpaket und zur Erarbeitung von Fragestellungen für das Abschluss-Plenum ging es am Nachmittag an fünf Thementische mit verschiedenen Überschriften. Fachleute des Polizeipräsidiums Koblenz, der Islamisch-Bosniakischen Gemeinde, des Kreisjugendamtes, Trotzdem-Lichtblick, Neuwied, des Frauennotrufs Koblenz diskutierten mit den Teilnehmern und versuchten, deren Fragen zu beantworten. Dass es auch Grenzen der Hilfe im Ehrenamt gibt, erläuterte die freiberufliche Trainerin Ingelore Holz-Kübert.

 „Auch wenn an diesem Tage nicht jeder Einzelne die passende Antwort auf sein Problem finden konnte,  werde niemand mit seinen Problemen alleine gelassen“, betonte Dr. Heike Jung, und verwies auf die zahlreichen Hilfsangebote im Land, die auch anonym in Anspruch genommen werden können. Einige dieser Anlaufstellen waren im Foyer der Unfallkasse mit Informationsständen vertreten. Die Gesamtmoderation des Programms hatte Katrin Wolf (Freiberufliche Journalistin). Veranstalter waren der Landkreis Mayen-Koblenz mit dem Projekt MiKo-MYK in Zusammenarbeit mit der Stadt Koblenz, der Stadt und dem Landkreis Neuwied, sowie der Landeskoordinierungsstelle „Aktiv für Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz“.

Das Projekt MiKo-MYK wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert. Die Veranstaltung wurde aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz gefördert.

 

 

 

 



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Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet Angebote für Geflüchtete und Migranten

 

Aktueller Bericht in der Rhein-Zeitung am 19.08.2017 über unseren Netzwerkpartner Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Viele Seminare für Migranten hat die Verbraucherzentrale in Kooperation mit MiKo-MYK durchgeführt.

 

MitarbeiterInnen der VZ Koblenz 

Berater kennen die miesen Tricks der Netzbetrüger

Tipps Verbraucherschützer stehen Opfern von Internetkriminalität bei – Oft machen die Menschen es den Tätern zu leicht

Von unserer Mitarbeiterin Chantal Dötsch

 

Kreis MYK/Koblenz. Dass das Internet nicht nur Segen, sondern auch Fluch sein kann, wird immer wieder durch ausgefeilte Abzockmethoden deutlich. So ist es auch kein Wunder, dass das Thema digitale Stolperfallen zuletzt besonders häufig an die Beratungsstelle Koblenz der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz herangetragen wurde, die auch für den Landkreis Mayen-Koblenz zuständig ist. Wie sich Verbraucher vor Onlinebetrug schützen können, dazu gaben die Berater Tipps.

Insbesondere im Internet sind findige Betrüger bei der Erfindung neuer Abzockmaschen besonders kreativ. 2016 tappten ahnungslose Verbraucher vor allem bei Onlinepartnerbörsen, Sofortkrediten, Fakeshops und unseriösen Routenplanern in die Falle. „Fast immer ist das Muster gleich: Geschickte Täuschung, damit arglose Nutzer kostenpflichtige Bestellungen vornehmen oder in ungewollte Abos und teure Verträge tappen“, erläutern die Beraterinnen Ursula Schwippert und Martina Röttig.

Laut Schwippert ist bei Onlinepartnerbörsen sehr schwer zu erkennen, ob diese seriös sind oder nicht, doch oft verraten Kleinigkeiten, was dahinter steckt: „Wenn man auf ein Gütesiegel klickt, und es erscheint kein Link, spricht dies für einen Fakeshop. Und auch Bestellbuttons müssen eindeutig als kostenpflichtig oder -frei gekennzeichnet sein. “ Sie ergänzt: „Vor allem sollten Verbraucher aber das Kleingedruckte und die AGBs lesen, da sich dort alle relevanten Infos befinden. Die Betrüger bauen nämlich darauf, dass das Lesen den Verbrauchern zu mühsam ist.“

Wer Opfer eines Betrügers geworden ist, kann sich bei der Verbraucherzentrale auf Hilfe verlassen: Neben vorgefertigten Widerrufsbriefen und intensiver Beratung empfehlen die Beraterinnen vor allem: „Lassen Sie sich nicht von Zahlungsaufforderungen oder Drohungen von Inkassokommandos unter Druck setzen.“

Ums Zahlen ging es auch beim zweiten Punkt des Jahrespressegesprächs – nämlich darum, wie man die Energierechnung senkt. Mit ihrer Kostenberatung hilft die Verbraucherzentrale Bedürftigen, Strom und Gas effizienter zu nutzen, aber vermittelt auch zwischen in Zahlungsverzug geratenen Kunden und Anbietern, um eine Versorgungssperre zu verhindern.

Aktuell wird das Angebot auch von vielen Flüchtlingen genutzt, wie Energiekostenberater Markus Beste berichtet: „Das Interesse ist bei ihnen sehr groß und wächst mit jedem Monat, da immer mehr Flüchtlinge von den Erstaufnahmestellen in ihre eigene Wohnung ziehen.“ Doch egal ob Flüchtling oder Einheimischer, die Beratung ist gefragt und sinnvoll: „Mit unserem Angebot wollen wir die Ursachen für hohen Energieverbrauch und Zahlungsverzug aufspüren und nachhaltig helfen, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.“

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Kooperation zwischen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und MiKo-MYK

Bildbeschreibung: von links nach rechts: Markus Beste, Energiekostenberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V., Annette Feilen, Kreisverwaltung, Referatsleitung, Ingrid Bäumler, Mitarbeiterin MiKo-MYK, Burkhard Nauroth, 1. Kreisbeigeordneter, Michael Kock, Projektleiter MiKo-MYK, Markus Eiden, Projektleiter LQA, Jobcenter Mayen-Koblenz, Ursula Schwippert, Beraterin, Verbraucherzentrale Koblenz

 

 

Migranten erhalten Tipps zu „Energie sparen“ und „Verbraucherschutz“

Bereits seit Januar arbeiten die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der Landkreis Mayen-Koblenz zusammen, um die Integration von Zugewanderten durch spezielle Verbraucherseminare für Migranten zu verbessern. Die Organisation der Veranstaltungen übernimmt das aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds unterstütze Projekt „MiKo-MYK“ des Jobcenters Mayen-Koblenz, die Referenten stellt die Verbraucherzentrale und anfallende Dolmetscherkosten übernimmt der Landkreis.

Für Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, ist es selbstverständlich, Fenster im Winter zu schließen, nach dem Duschen zu lüften und Wasser sparsam zu verwenden. Vielen Migranten, die erst vor kurzem nach Deutschland eingewandert sind, fehlt jedoch das notwendige Wissen. „Für Menschen aus warmen und trockenen Ländern sind beispielsweise Heizkosten oft gar kein Begriff. Auch mussten sie sich sicherlich noch nicht mit Stromkosten für den Wäschetrockner beschäftigen, denn das Wäschetrocknen übernahm im Herkunftsland ganzjährig das Klima“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth. Ähnlich verhält es sich mit Verträgen für Telefon oder Internet, notwendigen Versicherungen und Verbraucherrechten, die im deutschen Alltagsleben geläufig, für Migranten jedoch neu sind und diese schnell überfordern. Um unnötige Schwierigkeiten bei Zugewanderten zu vermeiden und deren schnelle Integration in die Gesellschaft zu fördern, entwickelten der Landkreis Mayen-Koblenz und die Verbraucherzentrale Seminare zu den Themen „Energie sparen“ und „Verbraucherschutz“. Die Migranten erhalten durch die Referenten Tipps zur Senkung des Energieverbrauchs und Unterstützung bei alltäglichen Fragen, aus der Praxis für die Praxis. Dolmetscher übersetzen die Vorträge und Seminarunterlagen in die jeweilige Herkunftssprache. Fünf Schulungen haben bereits stattgefunden. Bis zum Jahresende folgen elf weitere in unterschiedlichen Städten und Verbandsgemeinden des Landkreises. Dazu Burkhardt Nauroth: „Das Projekt ist sowohl informativ als auch innovativ. Die Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale macht ein permanentes Angebot in Form von Seminaren für Migranten möglich“.

Die Verbraucherzentrale bietet allen Menschen mit niedrigem Einkommen eine kostenlose Energieberatung an. Termine können über die kostenlose Rufnummer 0800/6075700 vereinbart werden.

 

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Integrationsbeauftragter des Landes besucht Rechtsseminar

v.li.n.re.: Ra.Fensch, Bürgermeister Kessler, Christoph Kretschmer, JC, Ra. Osterburg, 1. Kreisbeigeordneter Nauroth, BMI Vicente, Michael Kock und Ingrid Bäumler, Projekt MiKo-MYK,  Oliver Michels und Urszula Pietkiel, Stadt Bendorf, Herr Pokhtpaz, Übersetzer 

Gruppenfoto von links nach rechts: Ra. Fensch, Pro Justiz e. V., Bürgermeister der Stadt Bendorf, Michael Kessler, Christoph Kretschmer, Leiter Projekte, Jobcenter Mayen-Koblenz, Ra. Katharina Osterburg, Pro Justiz e. V., 1. Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth, Beauftragter des Landes Rheinland-Pfalz für Migration und Integration, Miguel Vicente, Michael Kock und Ingrid Bäumler, Projektmitarbeiter MiKo-MYK, Oliver Michels und Urszula Pietkiel, Mitarbeiter der Stadt Bendorf, Herr Pokhtpaz, Übersetzer.

 

Der Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Miguel Vicente, informierte sich bei seinem Besuch über die Flüchtlings- und Integrationsarbeit im Landkreis Mayen-Koblenz. 

Miguel Vicente informierte sich im Gespräch mit dem Ersten Kreisbeigeordneten, Burkhard Nauroth, dem Geschäftsführer des Jobcenters, Rolf Koch, Projektmitarbeitern, Teilnehmern und Netzwerkpartnern über die herausragende Integrationsarbeit im Landkreis.

Nauroth ist überzeugt: „Dem Landkreis Mayen-Koblenz gelingt es durch vernetztes Arbeiten, die Herausforderungen des hohen Flüchtlingsansturmes zu meistern.“

Beim Besuch eines Seminar des Vereins Pro Justiz Rheinland e. V. in Bendorf informierte sich Vicente über die seit 2016 bestehende Zusammenarbeit des Vereins mit dem Jobcenter-Projekt MiKo-MYK (Migration und Koordination), die zum Ziel hat, Migranten ein grundlegendes Rechtswissen für das Leben in Deutschland zu vermitteln. Grundrechte, Rechte und Pflichten eines Arbeitnehmers, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Glaubensfreiheit, Recht auf freie Meinungsäußerung – Themen von zentraler Bedeutung für ein friedliches Zusammenleben und die Integration in die Arbeitswelt, werden von hochqualifizierten und erfahrenen Rechtsanwälten aus der Region vorgetragen. Dolmetscher und mehrsprachige Seminarunterlagen komplettieren das Angebot.

Das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Im Gespräch mit SeminarteilnehmerInnen, dem Bendorfer Bürgermeister Michael Kessler, dem Verein ProJustiz und Mitarbeitern von MiKo-MYK unterstrich Vicente: „Es ist wichtig, dass zugewanderte Menschen frühzeitig die Grundlagen unserer Verfassung und damit unseres Zusammenlebens kennenlernen.“

Vicente zeigte sich äußerst erfreut über die vielseitige und erfolgreiche Arbeit im Kreis. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern und versprach seinerseits jede mögliche Unterstützung: „Am Beispiel des Landkreises Mayen-Koblenz kann man in beeindruckender Weise sehen, wie eine Kommune  geflüchteten Menschen ein breites Angebot macht, damit Integration in die Gesellschaft und Einstieg ins Berufsleben gelingen“, so Vicente zum Abschluss seines Besuches.

 

Seminarteilnehmer in Bendorf mit Rechtsanwältin Katharina OsterburgMigranten lauschen gespannt dem Vortrag zum Grundgesetz

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Schulungsprogramm für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

Bei der Unterstützung von Geflüchteten nach ihrer Ankunft in Deutschland nehmen ehrenamtliche Helfer eine herausragende Rolle ein. Das Projekt MiKo-MYK des Jobcenters Mayen-Koblenz hat daher mit zwölf Kooperationspartnern ein Programm mit insgesamt 24 Schulungen für das Jahr 2017 entwickelt, das die ehrenamtlichen Akteure durch vertiefende Hintergrundinformationen, Coaching und Fachvorträge in ihrem Handeln unterstützen möchte.

Oft sind es die Nachbarn oder Menschen aus der Ehrenamtsinitiative, die mit Geflüchteten den ersten Kontakt aufnehmen. Sie beraten und betreuen die Menschen und helfen ihnen, sich bei ihren ersten Schritten in Deutschland zurechtzufinden. „Das ehrenamtliche Engagement ist eine wertvolle und unentbehrliche Ergänzung der hauptamtlichen Arbeit im Bereich der Flüchtlingshilfe. Das Ehrenamt braucht aber auch Begleitung und Qualifizierung, um nachhaltig arbeiten zu können und um den Erfolg des Engagements zu sichern“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth. Das Schulungsprogramm soll darüber hinaus auch Interesse für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe wecken. „Ich freue mich, dass sich so viele Behörden und Institutionen mit der Kreisverwaltung vernetzt haben,
um dieses vielfältige Schulungsprogramm für 2017 zu verwirklich“, so Nauroth. „Es ist ein wichtiger Baustein in der Unterstützung der sehr wertvollen und unentbehrlichen Arbeit unserer Ehrenamtlichen.“


Das Programmheft erscheint vorerst mit einer Auflage von 1000 Stück. Zu den nächsten Themen gehören ein Gesprächsabend zu „Fluchtursachen, Fluchtwege“ (7. März, 19 Uhr, Koblenz), „Interkulturelle Kompetenz“ (25. März, 9 Uhr, Andernach) „Zum Umgang mit Trauma“ (29. März, 19 Uhr, Polch). Später folgen Themen wie „Grundlagen des Asylrechts“, „Flüchtlinge beruflich integrieren“, „Integration nachhaltig gestalten – aus Flüchtlingen Bürger machen“,
aber auch „Grenzen der Hilfe“, „Prävention sexualisierter Gewalt“ oder „Training gegen Alltagsrassismus“ und „Interkulturelle Kompetenz“.

Projektpartner des Schulungsprogramms sind die Caritasverbände Andernach, Mayen-Mosel-Ahr und Koblenz, die Dekanate Andernach-Bassenheim und Maifeld-Untermosel, die Stadt Bendorf sowie die Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig, Pellenz, Vallendar, Vordereifel und Weißenthurm.

Das Projekt MiKo-MYK wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.


Interessierte können ein Exemplar bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Projekt MiKo-MYK, E-Mail:
fluechtlingshilfen@kvmyk.de anfordern.

Die Broschüre steht zum Download bereit.

https://www.kvmyk.de/kv_myk/Themen/Ausl%C3%A4nder%20&%20Integration/Hilfen%20f%C3%BCr%20Fl%C3%BCchtlinge/Konzeption%20Fl%C3%BCchtlingshilfe%2013_12_2017.pdf

Übergabe des Schulungsprogrammes an die Akteure in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

von links nach rechts: Günter Leisch, Flüchtlingskoordinator Dekanat Andernach-Bassenheim, Ingrid Bäumler, MiKo-MYK, Stefanie Freitag, Flüchtlingskoordinatorin VG Maifeld, Christian Ebeling, Flüchtlingskoordinator VG Vallendar, Michael Kock, Flüchtlingskoordinator der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Burkhard Nauroth, Erster Kreisbeigeordneter der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Bernd Schemmer, Fachbereichsleiter Soziales VG Pellenz, Urszula Pietkiel, Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Bendorf, Theresa Persel, Caritasverband Koblenz, Irmgard Hillesheim, Caritasverband Andernach, Joachim Plitzko, Flüchtlingskoordinator der Stadt Mendig, Annette Feilen, Referatsleiterin Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

 

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Rechtskurse für Migranten vermitteln Grundlagen der Demokratie und unseres Rechtstaates - Pro Justiz Rheinland e.V. und der Landkreis Mayen-Koblenz besiegeln die Kooperation.

v. l. n. r.: Annette Feilen, Referatsleiterin der Kreisverwaltung, Michael Kock, Flüchtlingskoordinator Kreisverwaltung, Ingrid Bäumler, Projekt MiKo-MYK, Ra. Katharina Osterburg, Seminardozentin, Dr. Peter Itzel, Pro Justiz Rheinland e.V., Christian Ebeling, Flüchtlingskoordinator Verbandsgemeinde Vallendar, Burkhard Nauroth, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz, Joachim Plitzko, Flüchtlingskoordinator Verbandsgemeinde Mendig, Stefanie Freitag, Flüchtlingskoordinatorin Verbandsgemeinde Maifeld.v. l. n. r.: Annette Feilen, Referatsleiterin, Kreisverwaltung, Michael Kock, Flüchtlingskoordinator Kreisverwaltung, Ingrid Bäumler, Projekt MiKo-MYK, Ra. Katharina Osterburg, Seminardozentin, Dr. Peter Itzel, Pro Justiz Rheinland e.V., Christian Ebeling, Flüchtlingskoordinator Verbandsgemeinde Vallendar, Burkhard Nauroth, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz, Joachim Plitzko, Flüchtlingskoordinator Verbandsgemeinde Mendig, Stefanie Freitag, Flüchtlingskoordinatorin Verbandsgemeinde Maifeld.

Der Verein „Pro Justiz Rheinland e. V.“ und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz arbeiten bereits seit Frühjahr 2016 zusammen, um Migranten ein grundlegendes Rechtswissen für das Leben in Deutschland zu vermitteln. Das Wissen über die rechtsstaatlichen Grundsätze soll ihr Ankommen erleichtern. Welche Grundrechte werden in Deutschland garantiert? Wie entstehen Gesetze? Welche Rechte und Pflichten hat ein Arbeitnehmer? Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freiheit des Glaubens, Recht auf freie Meinungsäußerung. Alles Themen, die für ein friedliches Zusammenleben und die Integration in die Arbeitswelt von zentraler Bedeutung sind.

In den zweistündigen Seminaren referieren hochqualifizierte und erfahrene Rechtsanwälte aus der Region. Dolmetscher übersetzen die Vorträge in die jeweilige Herkunftssprache. Zudem erhalten die Teilnehmer mehrsprachige Seminarunterlagen, in denen sie das Erlernte nachlesen können.

„Unsere demokratischen Grundsätze, allen voran die Grundrechte, müssen auch von den zu uns geflüchteten Menschen gelebt werden. Dies setzt zunächst deren Kenntnis voraus. Hierzu möchten wir beitragen und schaffen mit diesem Projekt niedrigschwellige Angebote“, so Dr. Peter Itzel, Vorstandsmitglied von Pro Justiz Rheinland e. V.

Kurz vor Weihnachten haben nun der Landkreis Mayen-Koblenz und der Verein Pro Justiz Rheinland die Kooperationsurkunden unterschrieben.

Weitere Informationen :

Folgende Schulungen haben bislang stattgefunden:

Thema ‚Das Grundgesetz Deutschlands’

17.11.2016 in der Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld

Thema: ‚Das demokratische System Deutschlands’

23.11.2016 in der Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar

Thema: ‚Einführung in das Thema Arbeitsrecht’

27.09.2016 im Jobcenter Andernach

15.11.2016 im Evangelischen Gemeindezentrum Mendig

03.11.2016 in der Arbeitsagentur Koblenz

06.12.2016 im Jobcenter Andernach

Weitere Projektpartner: Arbeitsagentur Koblenz-Mayen, Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld, Verbandsgemeindeverwaltung Mendig, Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar.

Die Organisation der Veranstaltungen übernimmt das Projekt „MiKo-MYK“ der Kreisverwaltung. Das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert. Die Kosten für die Referenten übernimmt der Verein „Pro Justiz Rheinland e.V.“.

Sollten Sie Interesse an der Durchführung von Rechtskundeseminaren in Ihrer Region oder Rückfragen zum Projekt haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit den Mitarbeitern des Projektes „MiKo-MYK“ unter der Email-Adresse fluechtlingshilfen@kvmyk.de oder telefonisch in der Kreisverwaltung unter 0261-108 527 auf.

 

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Rechtskurse für Migranten

Referent: Ra. Mathias Schaefer, Übersetzer und Publikum in der VG Vallendar

Referent im Rathaus Vallendar zum Thema 'Das Demokratische System Deutschlands': Rechtsanwalt Mathias Schaefer mit Dolmetschern und Publikum - ca. 50 Interessierte nahmen teil
 

Die Juristenvereinigung Pro Justiz Rheinland e. V. und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz (MiKo-MYK) arbeiten zusammen, um Migranten ein grundlegendes Rechtswissen für das Leben in Deutschland zu vermitteln. Das Wissen über die rechtsstaatlichen Grundsätze soll ihr Ankommen erleichtern. Welche Grundrechte werden in Deutschland garantiert? Wie entstehen Gesetze? Welche Rechte und Pflichten hat ein Arbeitnehmer? Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freiheit des Glaubens, Recht auf freie Meinungsäußerung. Alles Themen, die für ein friedliches Zusammenleben und die Integration in die Arbeitswelt von zentraler Bedeutung sind.

In den zweistündigen Seminaren referieren hochqualifizierte und erfahrene Rechtsanwälte aus der Region. Dolmetscher übersetzen die Vorträge in die jeweilige Herkunftssprache. Zudem erhalten die Teilnehmer mehrsprachige Seminarunterlagen (Flyer), in denen sie das Erlernte nachlesen können. Das Projekt MiKo-MYK wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert. 

 

 

 

Fachveranstaltung 'Integration gemeinsam fördern'

 

 

Großer Andrang beim Fachtag. Darüber freuten sich v.l.n.r. Arnd Görres (Leiter Lebensberatung Mayen), Jörgpeter Stahr (Leiter BAMF-Außenstelle Bingerbrück), Carmen Dreyer, Abteilungsleiterin Kreisverwaltung Mayen-Koblenz), Gregor Hülpüsch (Projektleiter „FAiR“ im Caritasverband Koblenz), Bernd Drüke (Landeskoordinierungsstelle „Aktiv für Flüchtlinge RLP“), Michael Kock, Flüchtlingskoordinator, Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth, Annette Feilen, Referatsleiterin KV, Werner Hehl (Initiative „Fremde werden Freunde Pellenz“), Moderator Dr. Ralf Sänger.

 

In der Koordination von Flüchtlingshilfen ist der Austausch ehren- und hauptamtlicher Akteure nach wie vor enorm wichtig. Dazu diente der Fachtag „Integration gemeinsam fördern“ in der Hummerich-Halle Plaidt. Dabei wurden auch sehr kritische Fragen diskutiert.

Der Andrang war groß. Der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth begrüßte 135 Teilnehmer aus sieben Landkreisen und der Stadt Koblenz. Nauroth informierte über konkrete Maßnahmen, die die Kreisverwaltung zur Förderung der Integration der Geflüchteten durchführt wie die frühzeitige Einrichtung der Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfen, die Projekte MiKo-MYK (Migration und Koordination) oder LQA (Leben, Qualifizieren, Arbeiten). Da Integration nur vor Ort in den Kommunen stattfinden könne, habe der Landkreis schon seit zwei Jahren eigene Förderkonzepte entwickelt. Das Gelingen der Arbeit der hauptamtlich Tätigen sei dennoch im Wesentlichen vom unterstützenden Engagement der ehrenamtlichen Betreuer abhängig: „Integration ist ein wechselseitiger Prozess, der Anstrengungen von der Aufnahmegesellschaft aber auch von den Migranten verlangt. Die Geflüchteten müssen sich aktiv am Integrationsprozess beteiligen. Ohne Ihre Unterstützung und ohne die enge Verzahnung der haupt- und ehrenamtlich Engagierten wird uns dies nicht gelingen.“

Ausgerichtet wurde der Fachtag unter der Federführung des Projekts MiKo-MYK der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mit der Landeskoordinierungsstelle „Aktiv für Flüchtlinge in RLP“ und dem Arbeitskreis Asyl Rheinland-Pfalz. Das Projekt MiKo-MYK wird kofinanziert aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.

Jörgpeter Stahr, Leiter der BAMF-Außenstelle in Bingerbrück, berichtete über Maßnahmen, um die „Antragsflut“ zu bearbeiten: Das Personal wurden vervierfacht, Asylverfahren beschleunigt, Aufgaben und Arbeitsschritte geteilt und delegiert. Die Zahl der Asylentscheidungen konnte deutlich erhöht werden. Kritisch hinterfragt wurde, warum viele Originalpässe im BAMF „verloren“ gingen, warum Syrern oftmals nur noch der subsidiäre Schutz erteilt wird, einige Bescheide offensichtliche Fehler aufweisen. „Dass auch Fehler gemacht werden, bleibt bei der hohen Zahl der Entscheidungen nicht aus“, so Stahr, „jeder kann jedoch – wie gegen jede behördliche Entscheidung - auch gegen die Entscheidung des BAMF im Bedarfsfall vorgehen.“ Trotz der getroffenen Maßnahmen sei noch viel zu tun, denn bis Ende März will man über alle offenen Asylanträge entschieden haben.

Drei Thementische widmeten sich ganz praktische Alltagsfragen der Flüchtlingshilfe. Der Psychologe Arnd Görres von der Lebensberatungsstelle des Bistums Trier in Mayen informierte über Grundsätze der Traumapsychologie. Sein Tipp: „Versuchen Sie nicht, mit den Betroffenen das Trauma aufzuarbeiten. Sinnvoller ist es, sich in Traumaschulungen weiterzubilden und so sicherer im Umgang mit traumatisierten Menschen zu werden.“

Bernd Drüke, Psychologe und Mitarbeiter bei der Landeskoordinierungsstelle 'Aktiv für Flüchtlinge Rheinland-Pfalz' gab Empfehlungen, wie man auch in stressigen Phasen der Integrationsarbeit die Motivation und die Kraft für die Arbeit erhalten kann. Andreas Hesse, Ex-Manager und Doktorand der European Business School in Wiesbaden, untersucht in seiner Doktorarbeit die Wirkung und den Nutzen von neuen Medien in der Flüchtlingshilfe. Er stellte die Onlineplattform „Netzwerk Flüchtlingshilfen“ vor und erläuterte die Vorteile einer gemeinsamen Wissensdatenbank und Austauschplattform: „Social-Media-Plattformen wie das 'Netzwerk Flüchtlingshilfen' der Kreisverwaltung vereinen viele beteiligte Menschen und Institutionen in komplexen Themen und verbessern so die Zusammenarbeit und das Wissensmanagement für haupt- und ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe. Das Internet kann die Flüchtlingsarbeit sinnvoll unterstützen, wenn es richtig genutzt wird“, so Hesse. Gregor Hülpüsch, Mitarbeiter beim Caritasverband Koblenz, berichtete über Hindernisse bei der Aufnahme einer konkreten Arbeits- und Ausbildungsstelle, sei es bei der Beantragung einer Arbeitserlaubnis oder bei der Erläuterung der Rechte und Pflichten, die sich aus dem Arbeitsvertrag ergeben. Ohne die Unterstützung von Ehrenamtlichen würden viele Arbeitsverträge gar nicht zu Stande kommen: „Lassen Sie den Geflüchteten nicht alleine zum Vorstellungsgespräch gehen und bereiten Sie die Arbeitgeber frühzeitig darauf vor, dass es in den ersten Wochen zu beiderseitigen Missverständnissen kommen kann, bis es richtig rund läuft.“ Im vierten Teil der Veranstaltung wurden in einer Podiumsdiskussion mögliche „Grenzen der Solidarität zwischen Geflüchteten und den Flüchtlingshelfern aufgezeigt. Wie spreche ich Gewalt gegen den Ehepartner an? Was mache ich, wenn jemand gar kein Deutsch lernen will? An wen wende ich mich, falls ich das Gefühl habe, dass sich jemand radikalisiert? Die Podiumsteilnehmer gaben hierzu jeweils Tipps und nannten mögliche Beratungsstellen. Die Moderation des Fachtages übernahm Dr. Ralf Sänger, Mitarbeiter im „Institut für Sozialpädagogisch Forschung in Mainz“: „Insgesamt konnten wir den Teilnehmern viele hilfreiche konkrete Informationen aus erster Hand bieten. Es ist erstaunlich, wieviel Fachwissen einzelne Ehrenamtliche bereits mitbringen. Die Komplexität des Themas erfordert, dass Informationen gerade in solchen Fachveranstaltungen gebündelt werden.“

 

Neue Mitarbeiterin im Projekt MiKo-MYK

von li. n. re. Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth, Anetta Schochenmaier, Michael Kock, Ingrid Bäumler, Rolf Koch (GF Jobcenter Mayen-Koblenz)

 

Das Projekt „Migration und Koordinierung im Landkreis Mayen-Koblenz“ soll die Integration von Migranten beschleunigen, indem die Behörden besser untereinander vernetzt werden, die Mitarbeiter der beteiligten Behörden interkulturelle Kompetenzen für die Arbeit erhalten und zentrale Anlaufstellen für die Migranten geschaffen werden, um Wege zu verkürzen. Das Projekt (kurz: MiKo-MYK), das bereits im Juni 2015 seine Arbeit aufgenommen hat, kann hierbei bereits einige Erfolge vorweisen. Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern wurde im Dezember 2015 in der Arbeitsagentur Koblenz-Mayen das Lotsenhaus für Flüchtlinge gegründet. Im Januar 2016 schlossen die Behördenleiter der Verwaltungen, der Arbeitsagentur, des Jobcenters der IHK und HWK vor Ort eine gemeinsamen Kooperationsvereinbarung ab, um durch gemeinsame Anstrengungen die Integrationschancen für Flüchtlinge zu verbessern. Im ersten Schritt vertieften die Behördenleiter das Thema in einer halbtätigen Tagung im Mai 2016. Aktuell erhalten die Führungskräfte und Mitarbeiter der Behörden die Möglichkeit, durch das Projekt kostenlos an Schulungen zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz teilzunehmen. Das Projekt MiKo-MYK wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.

„Ich freue mich sehr, dass die Arbeit des Projektes so gut angenommen wird. Für die Schulungen zur Interkulturellen Kompetenz mussten wir zusätzliche Termine einrichten, weil die Nachfrage der beteiligten Behörden unser Angebot bei Weitem übertraf“, so der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz, Burkhard Nauroth.

„Mit Hilfe des Projektes haben wir ein tragfähiges Netzwerk von engagierten Behördenleitern und –mitarbeitern aufgebaut, das sich fachlich austauscht und gemeinsam Hürden bei der Integration von Migranten abbaut. Wir konnten mit Hilfe des Projektes Innovationen entwickeln, die in der Region einmalig sind. So haben wir beispielsweise eine virtuelle Austauschplattform ‚Netzwerk Flüchtlingshilfen’ entwickelt, auf der angemeldete Nutzer gebündelte Informationen zum Thema „Integration von Migranten“ weitergeben und abrufen können“, so Nauroth weiter.

Interessierte Personen, die sich auch für Flüchtlinge engagieren, können über die Email-Adresse fluechtlingshilfen@kvmyk.de einen Zugang zur Netzwerkplattform erhalten.

Seit 01.08.2016 ist Ingrid Bäumler neue Mitarbeiterin im Projekt. Sie übernimmt die Arbeit von Belma Heimisch, die innerhalb des Jobcenters in ein neues Projekt wechselte. Frau Bäumler hat ihr Büro in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und ist Ansprechpartnerin für Behörden und Institutionen, die die Integration von Migranten unterstützen wollen.

‚Interkulturelle Kompetenz’ kommunaler Führungskräfte gestärkt

Im vergangenen Jahr sind mehr als eine Millionen Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Weitere Menschen aus den EU-Nachbarstaaten kamen hinzu, um hier eine neue Arbeitsstelle und damit eine neue Zukunft zu finden. Fragen der Integration sind dadurch aus den Randbezirken der öffentlichen Wahrnehmung in deren Zentrum gerückt.

Das „Projekt MiKo-MYK“ des Jobcenters Mayen-Koblenz hatte Führungskräfte aus der Kreisverwaltung und aus beteiligten Behörden unlängst eingeladen, um an einem der insgesamt vier Führungskräfte-Seminare zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz teilzunehmen. Es wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.

Der Zuzug von Migranten führt zu einer kulturellen Vielfalt in Deutschland, die den Alltag in Behörden verändert und zu einem Paradigmenwechsel in der alltäglichen Arbeit führt. Die Schulungen des Projektes „MiKo-MYK“ soll die Führungskräfte unterstützen, die Mitarbeiter für das Thema sensibilisieren.

Ab Mitte Oktober werden auch für die Mitarbeiter der beteiligten Behörden weitere Module angeboten.

Das Projekt „MiKo-MYK“, welches noch bis zum Juni 2018 läuft, arbeitet im Verbund mit zahlreichen Netzwerkpartnern an der Verbesserung von Integrationschancen für Migranten. Aus diesem Grund wurde die virtuelle Social-Media-Plattform ‚Netzwerk Flüchtlingshilfen’ entwickelt. Sie unterstützt sowohl hauptamtliche als auch ehrenamtliche Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe durch aktuelle Informationen und Hintergrundwissen. Interessierte Personen, die sich auch für Migranten engagieren und an der Netzwerkplattform teilnehmen möchten, können über die Email-Adresse fluechtlingshilfen@kvmyk.de einen Zugang zur Netzwerkplattform erhalten.

 

Ehrenamtstag in Mayen

Das Projekt „MiKo-MYK“ arbeitet im Verbund mit zahlreichen Netzwerkpartnern an der Optimierung von Integrationschancen für Migranten. Zur Verbesserung des Informationsaustausches wurde die virtuelle Social-Media-Plattform ‚Netzwerk Flüchtlingshilfen’ entwickelt. Sie unterstützt sowohl hauptamtliche als auch ehrenamtliche Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe durch aktuelle Informationen und Hintergrundwissen. Das Projekt MiKo-MYK wird kofinanziert über den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.

 

Anlässlich des Ehrenamtstages in Mayen Ende August konnte das Netzwerk Besuchern vorgestellt werden.

 Prominente Besucher am Stand der Kreisverwaltung

Landkreis vernetzt Akteure, um Integration zu fördern - Fachtagung am 24.02.2016

Die Flüchtlingsarbeit verbessern und die Vernetzung zwischen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren ausbauen, war das Ziel einer Veranstaltung des Landkreises Mayen-Koblenz in Kottenheim. Rund 70 haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer trafen sich, um zu diskutieren, wie sich Behörden und andere Einrichtungen auf die gestiegene Anzahl von Migranten einstellen können, wie Hürden bei Amtsgängen abgebaut werden sollen und wie sich die Arbeit der Flüchtlingsnetzwerke vertiefen lässt.

Referentin Derya Can von der Firma „imap“ und Professor Claus Reis von der Frankfurt University of Applied Sciences führten mit Vorträgen zur Willkommens- und Anerkennungskultur als Schlüssel einer gelungenen Integration in das Thema ein. In Gruppen wurden dann die Inhalte und Projekte der Flüchtlingsarbeit besprochen und vertieft. Als praktikables Beispiel wurde die virtuelle Plattform „Netzwerk Flüchtlingshilfen“ des Landkreises als zeitgemäßes Medium zur Vernetzung und zum Austausch unter den Flüchtlingshelfern vorgestellt. Auch das Lotsenhaus für Flüchtlinge in Koblenz wurde vorgestellt. Hier arbeiten Landkreis und Jobcenter Mayen-Koblenz mit insgesamt acht Einrichtungen und Behörden zusammen, um zuwandernde Menschen bei der Integration in Gesellschaft, Ausbildung und Arbeit zu begleiten, zu unterstützen und zu beraten. Auf einem Flur im Gebäude der Bundesagentur für Arbeit sind alle wichtigen Ansprechpartner unter einem Dach versammelt, wodurch Flüchtlingen lange Wege zu den jeweils zuständigen Verwaltungen erspart bleibt.